Besuch der „Tafel“ in Sinzig

Die SPD-Landtagskandidatin Susanne Müller und zahlreiche Genossen des SPD Ortsvereins Bad Bodendorf, darunter auch der Vorsitzende Günter Martin, informierten sich in dieser Woche bei der „Tafel“ in Sinzig (zugehörig zu der Tafel Ahrweiler) über die Entwicklung des Tafelangebots.

Von links: Günter Martin, Gerd Hennes, Ralf Eggert, Christiane Böttcher, Wolfgang Seidenfuß, Mitte: Susanne Müller

Die Tafel Ahrweiler mit den Ausgabestellen in Ahrweiler und Sinzig, so berichtete Christiane Böttcher, Fachbereichsleitung und Koordinatorin der „Ahrweiler Tafel“ versorgt ca. 256 Kunden, das entspricht einer Gesamtpersonenzahl von ca. 718 Personen, davon auch ein Großteil Kinder. Ralf Eggert, ehrenamtlicher Mitarbeiter, berichtete auch über die anderen Angebote der Tafel, wie z. B die „Tafel Plus“, bei der z. B. gemeinsames Kochen, ein „Strickcafe“ oder anderen Behördenbegleitdienste im Mittelpunkt stehen. Denn oftmals reiche es nicht aus, nur die Lebensmittel zu verteilen, auch die Kenntnis, wie die Lebensmittel zu verarbeiten sind, müssen weitergegeben werden, so Ralf Eggert.

 

Insgesamt stehen etwa 110 ehrenamtliche Mitarbeiter bereit, die mit dem Transport, der Akquise, Sortierung, Verteilung, dem Fahrdienst, der Verwaltung und anderen Aufgaben innerhalb der Tafel betreut sind. Ziel ist es, überschüssige Lebensmittel nicht zu vernichten, sondern diese im Sinne der Nachhaltigkeit, so erläuterte Christiane Böttcher, zu verteilen. Die Zahlen der Entwicklung der Tafel belegen zwar unter Corona einen leichten Rückgang, dennoch wird damit aufgezeigt, dass die Nachfrage gerade auch an der Rheinschiene groß ist und wichtiges Puzzleteil in der Versorgung von Familien und Personen mit geringem Einkommen ist.  

„Ich bin beeindruckt von der Arbeit, aber auch von dem großen Angebot der Tafel. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, einkommensschwache Personen und Familien zu unterstützen und damit die Folgen von Armut  in der Region abzumildern“, stellte die Landtagskandidatin Susanne Müller fest. Nicht selten, so erklärte Christiane Böttcher, geht Armut mit einer großen Scham der betroffenen Menschen einher. Daher ist die Arbeit der Tafel nicht nur ein wichtiger Baustein in der Versorgung der betroffenen Personen und Familien sondern ist gleichermaßen ein Anknüpfungspunkt für Austausch, sozialen Kontakt und ein freundliches Wort.

Frau Böttcher führte aus, dass die Tafel von nahezu allen Altersschichten in Anspruch genommen würde, von Studenten zu Rentnern, Familien oder anderen Leistungsbeziehern.

Neben der Gabe von Lebensmitteln ist man seitens der Tafel auf Spendengelder hingewiesen, um den großen organisatorischen Aufwand oder z. B. auch die Anschaffung von Fahrzeugen oder dem Benzingeld zu ermöglichen. Die Mitglieder des SPD-Kreisverbandes zeigten sich dankbar für die vielen Einsichten hinter dem Tafelangebot, aber auch für das Aufzeigen der Zusammenhänge. Gern wird man über das Angebot auch innerhalb des Kreises informieren und ermöglichen, dass sich der Tafel auch weiterhin Unterstützer auftun, die dieses wertvolle Angebot ermöglichen und stützen.

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