Schule & Corona – ein digitaler Austausch

Am vergangen Donnerstag Abend konnte ich mich iim digitalen Format mit der bildungspolitischen Sprecherin der SPD, Bettina Brück zum Thema „Schule & Corona“  austauschen. Die Bildungspolitik ist durch die Pandemie in aller Munde und wurde und wird sehr kontrovers diskutiert. Der Austausch fand über Facebook Live statt und Interessierte konnten Vorab ihre Fragen an die Kandidatin schicken , damit diese im Laufe des Austausches beantwortet werden können.

Frau Brück führte zu Beginn der Veranstaltung aus, welche Regelungen für die Schule – ausgehend von dem Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten/Ministerpräsidentinnen – für Rheinland-Pfalz umgesetzt würden. Zunächst wird es so sein, dass die Klassen Eins bis Vier zum 22.02.2021 in den Präsenzunterricht zurückgeholt werden, im Wechselunterricht oder die ganze Klasse, sofern man die Mindestabstände von 1,5 m einhalten könne. Für die Klassen 5-13 ginge der Fernunterricht zunächst weiter. Darüber hinaus sollen medizinische Masken, Mindestabstände sowie die weiteren Hygienekonzepte der Schule zum Tragen kommen. Weiterhin berichtete sie, dass das Land nun ErzieherInnen und LehrerInnen anlasslose Testmöglichkeiten anbiete und darüber hinaus im Gespräch sei, die Impfpriorisierung für LehrerInnen und ErzieherInnen zu ändern, um den Wunsch nach Gesundheitsschutz und Prävention Ausdruck zu verleihen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitens der Interessierten gab es viele Rückfragen zum Bereich der Digitalisierung aber auch zum Thema „Impfen bei LehrerInnen /Erzieherinnen“. Diese Fragen wurden schon durch die einleitenden Worte von Frau Brück beantwortet. In Punkte Digitalisierung ergänzte ich hier, dass ein Voranschreiten der Digitalisierung sinnvoll ist, aber wir auch gut im Auge haben müssen, welche  Prozesse in Schule damit sinnvoll verbessert werden können oder ob es auch hier Bereiche gibt, in denen altgebrachte Lernmöglichkeiten mehr Sinn machen. Nicht für jeden Lerntypen 

 

sind digitale Lernmethoden gut und sinnvoll.  Eine der Fragen bezog sich darauf, dass von Außen betrachtet die Digitalisierung so lange dauere. Hierzu konnte ich ergänzen, dass gerade die Ausschreibungsverfahren für bestimmte Tiefbauarbeiten lange dauern können und umfänglich sind. Bettina Brück ergänzte, dass zu Beginn das Antragsverfahren für den Digitalpakt anfangs sehr ausdifferenziert gewesen wäre, dies hätte man jetzt kompakter und benutzerorientierte umgestellt.

Zum Anderen kam die Frage, inwieweit es ggf. noch nach den Sommer

 

ferien die Möglichkeit bestünde, mit Microsoft Teams weiterzuarbeiten. Der Landesdatenschutzbeauftragte hatte diese Benutzung perspektivisch untersagt, obgleich vieler LehrerInnen in ihren Klassenzimmer damit verlässlich arbeiten und auch Schüler inzwischen damit umgehen könnte. Bettina Brück führte aus, dass die Vorgaben des Landesdatenschutzbeauftragten zwingend umzusetzen sind, und man als Land diese Vorgaben erfüllen müsse. Darüber hinaus habe sie aber gebeten nochmals zu prüfen, ob eine längere Übergangsfrist für die Nutzung möglich sei. Es gab noch weitere Fragen im Zusammenhang mit den multiprofessionellen Teams. Bettina Brück ergänzt hierzu, dass man in Schulen stärker darauf setzen wollte, LehrerInnen und auch SchülerInnen in Schule zu stärken, in Kooperation mit Schulsozialarbeitern, Schulpsychologen und anderen auch personellen Zuweisungen dafür sorgen kann, die SchülerInnen in ihrer Heterogenität wahr zu nehmen und die Schulstandorte zu stützen.

Das Gespräch wurde nach ca. einer Stunde beendet und einen Großteil der eingegangenen Fragen konnte bearbeitet werden. Das Gespräch wurde auf Facebook auf der Kandidatenseite von miraufgezeichnet und kann jederzeit auf dieser Seite noch einmal angesehen werden.