Vielfalt / Migration

Die soziale Ungleichheit hat in den letzten Jahren in vielen Bereichen stark zugenommen. Ich trete für eine breite Teilhabe aller Menschen ein. Dies reicht von der rechtlichen Gleichstellung von Regenbogenfamilien bis hin zu den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung oder  Menschen, die aufgrund von Religion, Herkunft etc. ausgegrenzt werden. 

 

Ich trete für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft ein und bin davon überzeugt, dass Vielfalt mit Chancen und einer Erweiterung des Horizonts verbunden ist. 

Viele Menschen sind heute eher bereit, die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Deutschland zu akzeptieren als noch vor einem Jahrzehnt. Dennoch: Eine rechtlich größere Gleichstellung ändert nichts an bestehender Diskriminierung. Ein rechtlicher Unterschied zwischen Regenbogenfamilien und Familien mit verschiedengeschlechtlichen Eltern besteht bis heute jedoch im Abstammungsrecht und damit auch in der rechtlichen Absicherung der Kinder. Dies wirkt sich vor allem auf Regenbogenfamilien aus, in welchen ein*e Partner*in leiblicher Elternteil des Kindes ist.

Vielfältig finden wir auch noch viele Paare, die Schwierigkeiten haben, ihr „Anderssein“ offen zu leben. Groß sind die Ängste vor möglichen Konsequenzen im Alltag: Angst vor schiefen Blicken aus der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz, Verluste der Arbeitsstelle oder Wohnung, Verlust von Freundschaften, Angst vor gewalttätigen Übergriffen. Lesben werden als Frau häufig doppelt diskriminiert. Sie sind gesellschaftlich weitgehend unsichtbar und zu selten in wichtigen Entscheidungspositionen anzutreffen. Um dies zu ändern bedarf es unser aller Engagement. Auch das Attentat auf ein schwules Paar in Dresden zeigt, dass hier noch viel Aufklärung, Sensibilisierung und Handlungsbedarf besteht!

Die soziale Ungleichheit hat  in den letzten Jahren in vielen Bereichen stark zugenommen und es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dies zu Verändern und den Wandel sozial gerecht zu gestalten. Doch auch Menschen mit Behinderung, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Angehöriger bestimmter Religionen dürfen aufgrund dieser Zugehörigkeit nicht ausgegrenzt, diskriminiert oder benachteiligt werden. 

Auch die Flüchtlings- und Asylpolitik muss sich an humanitären Gesichtspunkten orientieren, hierfür braucht es eine gesamteuropäische Konzeption, zu der auch ein System der Verteilung gehört. Das Land hat die Aufgabe, dieses Konzept durch die Integration vor Ort zu stärken (Zugang zum Arbeitsmarkt, Nachqualifikation, Fachkräfteausbildung, „Kultur der zweiten Chance“, Orientierungskurse, Umgang mit Trauma, Spracherwerb etc.) sowie insgesamt die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu bekämpfen.

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