Was mir wichtig ist / Meine Motivation

Mein Leben und meine Tätigkeit als Förderschullehrerin und Förderschulrektorin hat mein gesellschaftliches Bewusstsein durch und durch geprägt. Ich habe viele Kinder und Jugendliche als auch deren Familien kennen gelernt, deren Teilhabe an Gesellschaft kaum oder nur eingeschränkt möglich ist und war. Teilhabe an Gesellschaft macht sich in hohem Maße auch am Erwerbsleben, an der Arbeit fest.

Doch nicht zuletzt die Auswirkungen der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass sich Menschen große Sorgen um ihre wirtschaftliche Existenz machen und machten. Daher ist es für mich wichtig, die Wirtschaft, die Betriebe, das Handwerk und anderen Firmen in der Region zu stärken und Ideen zu entwickeln, wie z. B. der Tourismus in der Region gestärkt werden kann oder die Vereinsamung von Innenstädten verhindert werden kann. Dazu gehört es auch regionale Initiativen zu gründen, die dafür sorgen, dass auch unter Corona die Gastronomie Bestand hat und der Tourismus gefördert ist. Wichtig dabei sind jedoch auch die Standortfaktoren: Bezahlbarer Wohnraum, ÖPNV/ Mobilität als auch ein guter Breitbandausbau.

Es ist daher meine größte Motivation, meinen Anteil an einer selbstbestimmten und zu einer gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für ALLE zu leisten. Gleichwohl, aus welchem Land man kommen, wen man liebt, welche Religion man hat, oder ob man eine Behinderung hat oder nicht. Arbeit ist einer der wichtigsten Faktoren von gesellschaftlicher Teilhabe.

Zu oft sehe ich im Alltag, dass Menschen mit Behinderung nicht ihre persönlichen Ziele erreichen können, weil Städteplanung dies nicht ermöglicht. Ich erlebe schwul-lesbische Paare, die sich aus Angst vor Konvention sich nicht trauen, sich zu outen oder beim Adoptionsprozess benachteiligt werden. Ich erlebe eine Gesellschaft, die das Grundrecht auf Asyl tritt, in dem Menschen trotz Flucht und Vertreibung von Grenzpolizisten wieder hinaus aufs Meer getrieben werden. Das sind meine wichtigsten Bewegpunkte, mich politisch zu engagieren.

Im Bereich der Erziehung und Bildung geht es mir darum, den Fokus auf früher, intensiver Erziehungs- und Bildungsarbeit zu setzen, aber auch von Kindesbeinen an für eine Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen zu sorgen. Hochwertige frühe Bildung kann aber nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn dies nicht der Fall ist, muss schon im Kindergarten präventiv durch niedrigschwellige Angebote entgegengewirkt werden.