Zukunft der KiTa – Rückblick zum digitalen Austausch mit Erziehern und dem KiTa-Fachverband

In der letzten Woche gab es einen interessanten fachlichen Austausch mit mir und dem Bundestagskandidaten Christoph Schmitt sowie der Vorsitzenden des KiTa-Fachverbandes Claudia Theobald sowie interessierten Pädagogen und ErzieherInnen. Coronabedingt musste dieser Austausch digital stattfinden

Nach der Begrüßung führte ich aus, wie prägsam und bedeutsam die Phase der frühkindlichen Bildung für die Sozialisation von Kindern sei. Es ist für mich klar, dass es eines der Grundlagen des  sozialdemokratischen Bildungsverständnisses ist, dass  gute Bildung und Erziehung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern sein muss. Von Kindergarten bis zur Hochschule sollte nicht die soziale Herkunft bestimmen, welche Bildungschancen ein Kind erhält. Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass dies unter einer sozialdemokratischen Regierung so bleibt. 

Seit 2007 wurden die Kindergartenbeiträge durch die SPD geführte Landesregierung schrittweise abgebaut – ein bedeutsamer Schritt in Richtung der Chancengleichheit von Kindern.

Ich möchte mich jedoch auch dafür einsetzen, dass in der Region die vorhandenen Kitas ausgebaut werden und damit auch Familien und Alleinerziehenden ermöglicht wird, Familie und Beruf guten Wissens vereinbaren zu können. Regional fehlen immer noch KiTa-Plätze, hier ist Nachholbedarf. „Dafür bedarf es auch höherer Zuschüsse von Bund und Land. Hierfür wollen wir uns auf allen Ebenen stark machen“, verspricht Christoph Schmitt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab Frau C. Theobald einen kurzen Input zur historischen Entwicklung der Kindertagesstätte bis zum heutigen Tage. Danach folgte ein spannender fachlicher Austausch mit den zahlreichen Teilnehmern, deren Teilnehmerfeld sich vor allem aus dem Spektrum der Kindertagesstätten kam.

Man kam im Teilnehmerfeld überein, dass die Anzahl der Erzieher abhängig von der Gruppengröße sein muss, aber auch das Alter der Kinder bedeutsam dafür ist, wie viel Unterstützung und Betreuung die Kinder haben. Eine interessante Idee des Kita-Fachverbandes ist es auch, die Erzieherausbildung noch stärker in die Hochschulen zu holen. Dies verändere die Ausbildung der Erzieher ,würde aber auch dazu führen, dass im Erzieherberuf höhere Gehälter gezahlt würden und damit die Attraktivität des Berufes deutlich gesteigert würde.

Auch über die Zeitkontingente für Verwaltungsstunden wurde gesprochen und darüber ob die Arbeit von Lernenden während der Ausbildung in die Personalisierung der KiTa eingehen sollte oder nicht.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die KiTa ein wichtiger Ort der frühkindlichen Bildung ist und alle darin Arbeitenden eine wichtige Bedeutung  für die Gesellschaft – gerade in der Pandemie habe. Mein großer Dank gilt an alle ErzieherInnen und Pädagogen vor Ort, die in der Pandemie einen so wichtigen Beitrag dafür leisten, dass gerade in der wirtschaftlichen Krise die Eltern oder das Elternteil weiterhin ihrem Erwerb nachgehen können und dafür gesorgt wird, dass die Kinder weiterhin ein soziales Leben mit geregelten Strukturen haben. Unsere Kinder sind ohnehin – in manchen Dingen – diejenigen, in denen in der Pandemie nicht gedacht wird.